Mittwoch, 28. Januar 2015

Apple Cinnamon Swirls [Ein Gastbeitrag von Life is full of goodies]

Heute habe ich einen ganz besonderen Gast auf meinem Blog: Es ist die bezaubernde Mara von Life is full of goodies. Die meisten kennen Mara wahrscheinlich aus dem Fernsehen - vor einem Jahr hat sie bei "Das perfekte Dinner" auf Vox in der Karlsruher Runde die Küche und den Bildschirm gerockt und den Wochensieg abgeräumt. Jetzt bringt sie im März ihr erstes Backbuch "Mara´s Sweet Goodies" heraus. Eine echte Powerfrau - mit Tiefgang und großem Herz! Ich bin sehr glücklich, dass Mara und ich uns vorletztes Jahr beim Karlsruher Blogger-Stammtisch kennen gelernt haben und wir seitdem befreundet sind. Und jetzt überlasse ich Mara das Wort, denn sie hat uns heute ganz wunderbar fluffig - süße Apple Cinnamon Swirls mitgebracht, eine Süßigkeit ganz nach meinem Geschmack...




Hallo ihr Lieben! Schön, dass ich hier sein darf, um euch heute eins meiner Rezepte zu kredenzen.


Ich bin Mara, blogge seit Februar 2013 auf Life Is Full Of Goodies und freue mich riesig, dass ich auf Schöner Tag noch! zu Gast sein darf!


Juliane kenne ich nun schon ein ganzes Weilchen. Zugegeben, zunächst kannte ich sie lediglich virtuell von ihrem wundervollen Blog. Schöner Tag noch! ist ja schließlich bekannt wie ein bunter Hund. Ein Blog, den man einfach kennt und immer wieder gerne liest. Und als ich Juliane dann vor gut einem Jahr auf dem Karlsruher Bloggerstammtisch persönlich kennenlernen durfte, hab ich mich gefreut wie ein Keks! Ehrlich!


Mittlerweile sind Juliane und ich befreundet und sehen uns regelmäßig in unserer tollen Karlsruher Bloggerrunde, die immer wieder auf´s Neue unglaublich viel Spaß bereitet!


So, nun noch einige kurze Infos zu mir und zu Life Is Full Of Goodies. Auf meinem Blog wird vor allem gebacken. Aufgrund dessen geht´s dort meistens auch eher süß zu. Es gibt Kuchen, Teilchen, Torten, Eis, ... alles Dinge, in die ich mich reinlegen könnte! Hin und wieder wird aber dennoch auch was Herzhaftes kredenzt oder gesund gekocht! Damit man beim Verzehr all dieser süßen Sünden nicht irgendwann aus allen Nähten platzt.


Allerdings gibt es auf meinem Blog nicht nur Rezepte von mir selbst, sondern auch solche von meiner Mom und meinem Dad. Beide sind klasse Hobbyköche und -bäcker und steuern regelmäßig leckere Köstlichkeiten bei. Mitterlweile haben sie sogar Ihre eigenen Rezeptseiten bei mir, es gibt eine Kategorie "Mom´s" und eine "Dad´s". Und vielleicht gibt´s ja auch bald eine Kategorie "Timm´s". Meine bessere Hälfte schwingt nämlich auch immer häufiger erfolgfreich den Kochlöffel...


Wenn die Küche ausnahmsweise mal kalt bleibt, widmen wir uns zuhause gerne diversen Garten- oder DIY-Projekten, reisen oder philosophieren über die Welt. Von all dem berichte ich hin und wieder ebenfalls. Ihr seht, es wird nicht langweilig...


Natürlich habe ich euch heute auch was mitgebracht. Es gibt Apple Cinnamon Swirls. Meine ganze Familie ist scharf auf so ziemlich alles, was mit Hefeteig gemacht wurde, ich eingeschlossen. Insofern gibt es häufig unterschiedliche Variatonen dieses beliebten Teigklassikers. Bei diesen Schnecken nun in Kombination mit Äpfeln und Zimt. Geht doch irgendwie immer, oder?!


Da ich viel mit Hefeteig experimentiere, kam ich irgendwann mal auf die Idee, fein geriebenes Obst oder fein geriebenes Gemüse direkt in den Hefeteig mit reinzumischen. Klingt komisch?! Ja, war es zunächst vielleicht auch. Aber ich hatte einfach Lust, mal was neues auszuprobieren. Und soll ich euch was sagen?! Es klappt wunderbar und schmeckt grandios! So habe ich mittlerweile Hefeteigrezepte mit Apfel, mit Kürbis, mit Süßkartoffel und vielem mehr im Repertoire. Macht den Teig nämlich herrlich saftig oder schön weich. Je nachdem.


Heute gibt´s eben eine Variante mit Apfel.




Rezept: Apple Cinnamon Swirls


Zutaten:
Für den Apfelhefeteig:

1 Würfel Hefe

250 ml lauwarme Milch
2 Esslöffel Zucker
1 gehäufter Teelöffel Zimt
650 g (-700 g) Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
80 g sehr weiche Butter
80 g Zucker
100 g sehr fein geriebene Äpfel
Für die Füllung:
100 g sehr fein geraspelte oder kurz durchpürierte Äpfel
200 g ganz klein geschnittene Äpfel (ganz kleine Apfelstückchen)
80 g flüssige Butter
1 Esslöffel Zimt
80 g Zucker
Für den Guss:
200 g Puderzucker
3-4 Esslöffel Milch (je nach gewünschter Konsistenz vom Guss)
1 Teelöffel Zimt (wer mehr Zimt mag kann auch einen Esslöffel nehmen)


Zubereitung:

Zunächst den Apfelhefeteig herstellen. Dafür die Hefe in die lauwarme Milch bröckeln. Die 2 Esslöffel Zucker dazugeben, umrühren und ca. 10 Minuten gehen lassen. Nun alle weiteren Zutaten für den Teig mischen, vom Mehl zunächst allerdings nur 650 g, und zur Hefemilch geben. Alles zu einem gleichmäßigen Hefeteig verkneten. Der Teig sollte nicht mehr allzu sehr kleben. Tut er dies doch, kann man von den verbliebenen 50 g Mehl noch so viel dazukneten, bis er geschmeidig ist. Ein klitzeklein wenig klebrig darf er nach wie vor sein. Den Hefeteig nun zu einer Kugel formen, in eine große Schüssel geben, mit etwas Mehl bestreuen und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.


Der Hefeteig sollte anschließend schön aufgegangen sein. Den Backofen nun auf 160 °C Umluft (180 °C Ober- / Unterhitze) vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem ca. 50 cm mal 40 cm großen Rechteck ausrollen.


Die Zutaten für die Füllung gut verrühren und gleichmäßig auf der Teigplatte verteilen. Am besten geht das mit den Händen oder einem größeren Pinsel. Die geraspelten und klein geschnittenen Äpfel sollten ebenfalls überall schön verteilt sein.


Die Teigplatte nun in 8 lange Streifen schneiden und jeden der Streifen einzeln zu einer Art Schnecke oder Strudel aufrollen. Die Strudel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und ca. 20 - 25 Minuten backen.

Für den Guss alle Zutaten miteinander verrühren und auf den noch warmen Apple Cinnamon Swirls verteilen.



☆ Mara


Liebe Mara, herzlichen Dank für diesen zauberhaften Gastbeitrag! Ich liebe Hefeteig ebenso wie Du und Du hast mit den Apple Cinnamon Swirls genau meinen Geschmack getroffen. Jetzt hätte ich gerne so ein saftig-fluffiges Schneckchen...

Sonntag, 25. Januar 2015

Süßkartoffel-Scheiterhaufen

"Life is short - eat dessert first!", diesem Motto kann ich einiges abgewinnen. Trotzdem ist die Nachspeisen-Kategorie auf meinem Blog - sagen wir es mal so - ausbaufähig! Aber jetzt wird sie um ein weiteres Rezept erweitert. Das heutige Dessert, ein Süßkartoffel-Scheiterhaufen, wird eigentlich in einer Eisenpfanne auf dem Grill zubereitet und 40 Minuten indirekt gegrillt. Da mein Grill keine indirekte Grillzone hat, habe ich den süßen Brotauflauf aus Süßkartoffel-, Apfel- und Brötchenscheiben etwas abgewandelt und portionsweise in kleine Cocotte-Förmchen geschichtet. Das sieht hübsch aus und hat genau die richtige Größe für eine Dessert-Portion.

Und so ungewöhnlich sich ein Dessert mit Süßkartoffel auch anhört, die Kombination mit Apfelscheiben, Brötchen und einer Eiermilch mit nur wenig Zucker schmeckt frisch gebacken aus dem Ofen grandios! Leicht süßlich, aber nicht zu süß, durch den Apfel schön frisch.... perfekt!

Süßkartoffel-Scheiterhaufen mit Apfelscheiben

Das Rezept stammt aus dem sehr gelungenen Grill-Kochbuch Wild grillen* von Tom Heinzle. Es enthält neben vielen kreativen Rezepten, wie man Wild höchst lecker auf dem Grill zubereiten kann, auch Rezepte für Gewürze, Grillsaucen und eben Desserts vom Grill. Eine ausführliche Rezension folgt demnächst! Jetzt kommt erst mal das Rezept für den Süßkartoffel-Scheiterhaufen für euch.


Rezept: Süßkartoffel-Scheiterhaufen
(für 4 Portionen als Dessert)

Zutaten:
1 kleine Süßkartoffel (ca. 100g)
1 Apfel
1 Milchbrötchen
etwas Butter zum Fetten der Form
250ml Milch
1 Ei
1/2 EL Zucker

Zubereitung:
Süßkartoffel schälen und in dünne, höchstens 3mm dicke Scheiben schneiden. Apfel schälen, Kerngehäuse entfernen und den Apfel halbieren. Apfelhälften in 5mm dicke Scheiben schneiden. Brötchen ebenfalls in dünne, ca. 5mm dicke Scheiben schneiden.

Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

4 ofenfeste Mini-Auflaufförmchen (Cocotte) mit wenig Butter fetten. Alternativ eine etwas größere ofenfeste Form nehmen. Süßkartoffelscheiben, Apfelscheiben und Brötchenscheiben abwechselnd hochkant in die Förmchen schichten. Milch mit Ei und Zucker in einem Becher verquirlen, über die geschichteten Scheiben in die Förmchen gießen. Förmchen nicht bis ganz zum Rand mit Flüssigkeit füllen, sonst laufen sie beim Backen später über!

Den Süßkartoffel-Scheiterhaufen in den Förmchen auf der mittleren Schiene im heißen Backofen ca. 40 Minuten backen.

Herausnehmen, kurz abkühlen lassen und direkt in den Förmchen servieren. Dazu passt z.B. auch selbstgemachtes Karamelleis mit Fleur de Sel.

Süßkartoffel-Scheiterhaufen serviert in der Cocotte

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Freitag, 23. Januar 2015

Linsen mit Tagliatelle und karamellisierten Zwiebeln

Hallo, ich bin Juliane und ich koche gerne mit Linsen. Vor einigen Jahren noch unvorstellbar - jetzt Realität! Und heute gibt es auch schon das nächste Rezept mit Linsen. Dieses Mal kamen die grünen Linsen von der schwäbischen Alb, die Alb-Leisa, mit in den Topf. Das Rezept für die Linsen mit Tagliatelle und karamellisierten Zwiebeln stammt aus dem gerade frisch erschienenen Kochbuch "Immer schon vegan" und hat mich voll überzeugt. Ratzfatz zubereitet, fein abgeschmeckt mit Koriander, Petersilie, saurem Zitronensaft und leicht scharfem Piment d´Espelette, dazu knackige Linsen, Nudeln und fast schon süße karamellisierte Zwiebeln - genau mein Geschmack!


Immer schon vegan - Traditionelle Rezepte aus aller Welt* ist das neueste Kochbuch von Katharina Seiser und ich habe es mir sofort bestellt, als es diesen Januar auf den Markt kam. Nicht weil ich mich künftig vegan ernähren möchte, sondern weil es Katharina Seiser bei ihren Rezepten in erster Linie immer um den Geschmack geht. Ganz nebenbei und völlig undogmatisch sind die Rezepte im Buch auch noch vegan und dabei völlig ohne Ersatzprodukte wie Fleischimitate oder vegane Sahne. Das finde ich gut, und so habe ich diese Woche auch gleich das erste Rezept, eben diese Linsen-Pasta, ausprobiert und für sehr gut befunden.

Rezept: Linsen mit Tagliatelle und karamellisierten Zwiebeln
(für 2 Portionen)

Zutaten:
100g Alb-Leisa (alternativ: grüne Puy-Linsen)
1 Zwiebel
4-5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
100g Tagliatelle
1 Knoblauchzehe
2 Stängel glatte Petersilie
1/2 TL gemahlener Koriander
Saft einer halben Zitrone
1/2 TL Piment d´Espelette

Zubereitung:
Einen großen Topf mit 2 Litern Wasser füllen, Linsen zugeben. Aufkochen, dann bei mittlerer bis hoher Hitze die Linsen in ca. 15 Minuten bissfest kochen.

Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln darin anschwitzen, dann die Hitze reduzieren und die Zwiebelstreifen bei geringer Hitze ca. 15-20 Minuten braten, bis sie weich und braun werden und karamellisieren, dabei häufig umrühren.

Wenn die Linsen bissfest sind, die Tagliatelle in kürze Stücke (ca. 10 cm lang) brechen, das Linsen-Kochwasser salzen und die Nudeln zugeben. Nudeln gemeinsam mit den Linsen in einem Topf al dente kochen.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen und fein würfeln. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Blätter grob hacken. Knoblauchwürfel zu den geschmorten Zwiebeln in die Pfanne geben, kurz mitbraten. Mit gemahlenem Koriander würzen.

Nudeln und Linsen in ein Sieb abgießen. Zu den Zwiebeln in die Pfanne geben, mit der Petersilie mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. 2-3 EL Olivenöl und den Zitronensaft zugeben. Linsen-Pasta portionsweise in tiefe Teller füllen, mit Piment d´Espelette bestreuen und sofort servieren.

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