Montag, 28. Mai 2012

Stages of a photo setup - more pics from the Plate to Page Workshop!

"Zeigst Du noch mehr Bilder vom Plate to Page-Workshop?" Wenn ihr so nett fragt, kann ich natürlich gar nicht anders. 

"Will you show some more pictures from the Plate to Page Workshop?" If you ask so nicely, of course I will.

Bereits am ersten Tag des "Plate to Page"-Workshops in Somerset ging es nach einer kurzen theoretischen Einführung los mit den Fotografie-Übungen. Juhu! In Zweierteams zogen wir los und durften uns in der Küche als natürlicher Requisitenkammer bedienen, um ein Foto-Setup ganz nach unseren Vorstellungen zu gestalten und fotografieren. Gemeinsam mit Spandana habe ich zuerst den grünen Spargel von The Garlic Farm abgelichtet. Besonderen Wert haben unsere Lehrerinnen übrigens darauf gelegt, dass das Essen und die Zutaten genau so fotografiert werden, wie sie sind, also ohne "Behandlung" mit Lackspray, Lebensmittelfarbe oder ähnlichem! Das entspricht auch meinen Überzeugungen. Den grünen Spargel haben wir zwei Tage später zum großen Abschluss-Dinner verspeist - tadellos! 
Hier mein Foto, das mir aus diesem Shooting am besten gefällt, von oben fotografiert:
After a short theoretical introduction on the first day of the "plate to Page" workshop in Somerset we started with the photography exercises. In teams of two, we used the kitchen as a natural props room to make a photo-set according to our ideas and take pictures of our set-up. Together with Spandana, I began to take pictures of the green asparagus from The Garlic Farm.  Our instructors considered it important that the food and the ingredients are photographed exactly as they are, ie without "treatment" with spray paint, food coloring or something similar! This corresponds to my belief. We had the green asparagus two days later for the goodbye dinner - it was delicious! 
Here is my photo that I like best from this shooting, photographed from above:


Und hier die Entwicklungsstufen dieses Fotos:
And here are the stages of this photo:


Es ging nahtlos weiter mit einer weiteren freien Fotografieübung, bei der wir selbst das Styling gemacht haben. Dieses Bild ist mein Favorit:
We went on with another free photography exercise in which we have done the styling ourselves. This image is my favorite:


Um zu diesem Setup zu gelangen, haben wir einige Schritte gebraucht. Manches muss man einfach ausprobieren und sich danach auf dem Kameradisplay anschauen. Erst dann merkt man z.B., dass ein Foto aus der Überkopf-Perspektive blöd aussieht, wenn im dekorativen Milchkännchen nichts drin ist, oder dass weniger mehr ist und man auf die bunte Serviette prima verzichten kann ;-)
It took us some time to get to this setup. Some things you just have to try and look at later on the camera screen. Only then will you realize, for example, that a photo from the overhead perspective looks silly if the decorative milk jug is empty, and that less is more and you don´t need the colorful napkin  ;-)


Am zweiten Workshop-Tag ging es insbesondere um das Thema Licht und die zur Lichtsituation passende Kameraeinstellung. Bei diesem Shooting hat Meeta die Szene bereits für uns gestylt. Ziel war ein stimmungsvolles, etwas dunkleres Bild, das den Kaviar "caviart" vom Plate to Page-Sponsor Gourmelli in Szene setzen sollte. Mein liebstes Bild ist dieses hier:
On the second day of the workshop we focused in particular on the light and the matching camera settings. Meeta styled this scene for us. The aim was an atmospheric, moody picture to set the scene for the caviar "caviart" from the Plate to Page sponsor Gourmelli. My favorite picture is this one:


Obwohl der Rahmen für das Foto ja schon feststand, habe ich doch einige Schüsse gebraucht, bis ich die richtige Kameraeinstellung und die passende Perspektive gefunden habe. Hier die Zwischenschritte:
Although the frame for the photo was set, I needed a few shots until I found the right camera angle and the right perspective. Here are the intermediate steps:


Nach dem etwas dunkleren, stimmungsvollen Bild kam das genaue Gegenteil! Dieses helle, frische Setup hat Ilva für uns gestylt, um für die Plate to Page-Sponsoren Capricorn Somerset Goat Cheese und Halen Mon den Ziegenkäse (sehr lecker übrigens!) und das Meersalz abzulichten. Mein bestes Bild aus dieser Serie:
After the moody, atmospheric image we went for the exact opposite! Ilva styled this bright, fresh setup to set the scene for the plate to Page-sponsors Somerset Capricorn Goat Cheese and Halen Mon. The goat cheese was delicious by the way! My best image from this series:


Bei dieser Übung habe ich festgestellt, dass zu viel Licht auch ein Problem sein kann. Die ersten Fotos waren hoffnungslos überbelichtet, bis ich dann langsam die passende Kameraeinstellung gefunden habe:
In this exercise, I realized that too much light can also be a problem. The first photos were hopelessly overexposed, until I slowly found the right camera settings:


"Fotografieren ist Malen mit Licht" - und die Kontrolle über das Licht ein wichtiger Faktor für gelungene Fotos. Besonders in Situationen mit wenig Licht ist es gut zu wissen, wie man trotzdem noch viel aus den Fotos herausholen kann. Dafür gab es auch noch eine Übung, aber darüber schreibe ich beim nächsten Mal - falls ihr noch Interesse habt!
"Photography is painting with light" - and the control of  light is an important factor for good pictures. Especially in low light situations it's good to know how much you can still get out of the photos. There was also an exercise for low light situations. I wil write about this next time - if you are still interested?

Sonntag, 27. Mai 2012

Süßkartoffel-Nocken in Salbeibutter mit Limettendip

Ich bin immer noch total begeistert von meinem Plate to Page-Workshop in Somerset. Das Blöde daran ist nur: jetzt erwartet wahrscheinlich jeder von mir, dass ich nur noch tolle Fotos mache. Und dann komme ich mit so einem Foto wie dem zu diesen Süßkartoffel-Nocken in Salbeibutter mit Limettendip hier ums Eck! Tja. Die Nocken waren richtig gut und haben mir sehr gut geschmeckt. Allerdings habe ich beim Nocken formen nicht so richtig mitgedacht und sie so unförmig geformt, dass ich damit fast schon wieder beim "Ugly Food" Blogevent von Heike mitmachen kann.

Was tun? Ich sage: der Italiener nennt solche Nocken ganz einfach "Malfatti", das gehört so, springe über meinen Schatten und poste das Rezept (übernommen aus der "Lecker" Nr. 9/2010) trotzdem. So!

 

Süßkartoffel-Nocken in Salbeibutter mit Limettendip
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 große Süßkartoffel (350g)
1 kleine Schalotte
1 Bio-Limette
200g Schmand
Salz, Pfeffer
Zucker
ca. 30g Parmesan am Stück
125g Mehl (+evtl. etwas mehr)
1 kleines Ei
2 EL Butter
5 Stiele Salbei

Zubereitung:
Süßkartoffel schälen und in grobe Würfel schneiden. In einem Topf geben und knapp mit Wasser bedecken. Wasser aufkochen und die Süßkartoffelstücke in ca. 20 Minuten zugedeckt weich kochen.

Derweil den Limettendip zubereiten. Dafür die Schalotte schälen und fein würfeln. Limette heiß abwaschen, abtrocknenn und die Schale fein abreiben. Anschließend die Limette halbieren und eine Hälfte auspressen. Die andere Hälfte in Spalten schneiden. Schmand mit dem Limettenschalenabrieb, dem Limettensaft und den Schalottenwürfeln mischen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

Die Süßkartoffeln abgießen. Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer zu Püree zerstampfen. Kurz abkühlen lassen. Salbei in Streifen schneiden

In einer großen Schüssel 125g Mehl, 15g frisch geriebenen Parmesan, das Ei und 1/2 TL Salz miteinander vermischen. Süßkartoffelpüree unterrühren und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig darf ruhig etwas weicher sein, aber falls er zu weich ist, esslöffelweise Mehl zugeben.

In einem weiten Topf reichlich Salzwasser aufkochen. Mit Hilfe von 2 Esslöffeln aus dem Teig Nocken abstechen und formen. Im siedenden Salzwasser (d.h. das Wasser soll gerade nicht kochen) die Nocken ca. 7 Minuten gar ziehen lassen, bis sie an der Wasseroberfläche treiben. Dann die Nocken mit einem Schaumlöffel herausnehmen und abtropfen lassen.

In einer großen Pfanne die Butter erhitzen und die Süßkartoffel-Nocken darin goldbraun anbraten. Dabei immer wieder wenden. Nach ca. 2-3 Minuten die Salbeistreifen zugeben und mitbraten. Nocken mit Salz und Pfeffer würzen. Nocken portionsweise auf Teller geben, mit dem restlichen Parmesan bestreuen und mit dem  Limettendip und den Limettenspalten servieren.

Ich wünsche euch noch ein schönes langes Pfingstwochenende!

Mittwoch, 23. Mai 2012

Plate to Page - a Workshop to remember!

Die letzten Tage schwingen immer noch nach in mir. So lange habe ich auf dieses verlängerte Wochenende gewartet, und dann verging es wie im Flug. Von Donnerstag bis Montag war ich im idyllischen Somerset/England und habe am "Plate to Page"-Workshop teilgenommen. 


Der Workshop zum Thema Food-Fotografie und Food-Writing wurde veranstaltet von gleich vier fantastischen Bloggerinnen, Fotografinnen und Autorinnen: Meeta, Ilva, Jamie und Jeanne.



Das Programm für die Workshop-Tage war prall gefüllt. Von morgens bis abends ging es nur ums Essen - ein Traum! Wobei, eigentlich ging es nicht ums Essen an sich. Es ging auch und hauptsächlich darum, Essen zu fotografieren und über Essen zu schreiben. Aber fürstlich gegessen haben wir natürlich auch!



Und wie das so ist, wenn 15 Food-Verrückte aus insgesamt 6 Ländern aufeinandertreffen: sobald das Eis einmal gebrochen war, war der Geräuschpegel bei den gemeinsamen Essen an der langen Tafel in der Küche des alten Gutshauses, in dem wir gewohnt und gelernt haben, beständig hoch. So viele interessante Menschen, so viele spannende Geschichten, so viele gemeinsame Themen! Und das gemeinsame Brüten über Schreibaufgaben, der Bedienungsanleitung der eigenen Digitalkamera (wo stelle ich noch mal die Blende ein? Und den ISO? Und den f/stop?), den Möglichkeiten von Bildbearbeitungsprogrammen, die Suche nach W-LAN Empfang irgendwo auf dem Workshop-Gelände, die Bemühungen um das beste Setup für ein Fotoshooting schweißt innerhalb kürzester Zeit zusammen.


Ich habe es so sehr genossen, mich auszutauschen, von Fotografie- und  Schreibprofis zu lernen, alte Muster zu verlassen und neue Wege zu gehen, Feedback und Kritik anzunehmen, Inspirationen aufzusaugen, über griffigen Überschriften und knackigen Teasern zu brüten, ein Foto-Setup entstehen lassen, die richtige Kameraeinstellung finden, die passende Perspektive zu wählen, zu üben, zu lernen, ... die Freude unserer inspirierenden, talentierten Lehrerinnen an dem ganzen Workshop war unglaublich ansteckend und mitreißend! Ich freue mich schon sehr darauf, die vielen Tipps und Tricks, die ich im Workshop gelernt habe, zukünftig Schritt für Schritt umzusetzen.

1000 Dank an Meeta, Ilva, Jamie und Jeanne sowie alle anderen Teilnehmer des Workshops für 4 unvergessliche Tage in Taunton/Somerset!

Weitere Berichte über den Workshop findet ihr auch hier:

English version:
The last few days still resonate within me. So long have I been waiting for this weekend, and then it flew by. From Thursday to Monday I was in idyllic Somerset / England and took part in the "Plate to Page" workshop.

The workshop on food photography and food writing was organized by four fantastic bloggers, photographers and authors: Meeta, Ilva, Jamie and Jeanne.
The program for the workshop days was packed. From morning to night, it was all about the food - a dream! Wherein actually, it was not about food per se. It was mostly about food photography and writing about food. But we ate royally as well!

And this is what it is like when 15 food-crazy people from  a total of 6 countries meet: once the ice was broken, the noise level at the common meals at the long table in the kitchen of the old manor house, in which we have learned and lived, was consistently high. So many interesting people, so many interesting stories, so many common threads! And the common breed of writing tasks, the struggle with the digital camera and the manual (where do I set the aperture? And the ISO? And the f / stop?), the possibilities of image editing programs, the search for WI-FI anywhere in the workshop site, the efforts to get the best setup for a photo shoot welded together in a very short time.
 
I enjoyed it very much to learn from photography and writing professionals, to leave old patterns and find new ways to do something, to accept feedback, to breathe in inspiration, to brood over catchy headlines and juicy teasers, to create a photo setup, to find the best camera settings, to choose the right perspective, to practice, to learn, ... the joy of our inspiring and talented teachers in the whole workshop was incredibly contagious and intoxicating! I'm really looking forward to implement the many tips and tricks I've learned in the workshop step by step.

Thanks a lot to Meeta, Ilva, Jamie and Jeanne, and all participants of the workshop for 4 unforgettable days in Taunton / Somerset! XOXO