Freitag, 15. August 2014

Couscous-Salat mit gebratenen Zucchini & Kichererbsen

Nach all den süßen Rezepten wird es jetzt dringend mal wieder Zeit für ein herzhaftes Rezept, oder? Aber keine Angst, ich ernähre mich nicht nur von Eis, Desserts und alkoholgeschwängerten Torten. Zwischendurch gibt es auch mal frische Salate. Die dürfen bei mir gerne auch Couscous enthalten. Und Kichererbsen. Am besten gleich beides zusammen, wie bei diesem schnell zubereiteten, veganen Couscous-Salat mit gebratenen Zucchini und Kichererbsen nach einem Rezept aus einer schon etwas älteren Living at Home. Durch die Zugabe von Kurkuma und Currypulver wird der Couscous hier wunderbar gelb und schön würzig. Dazu noch frische Petersilie und Minze und das sommerliche Abendessen auf dem Balkon ist perfekt!



Couscous-Salat mit gebratenen Zucchini & Kichererbsen

(für 3-4 Portionen)

Zutaten:
1 Zucchini
4 EL Öl
2 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
75ml Orangensaft
75ml Gemüsebrühe (selbstgemacht)
1/2 TL Kurkuma
1 TL mildes Currypulver
100g Instant-Couscous
1 Dose Kichererbsen (385g EW)
4 Stängel glatte Petersilie
2 Zweige Minze

Zubereitung:
Zucchini waschen, Enden abschneiden. Zucchini dritteln, dann längs in dicke Scheiben und nochmals längs in dicke Stifte schneiden. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zucchinistifte darin rundherum in ca. 8 Minuten goldbraun anbraten.

Orangensaft und Brühe mit 2 EL Öl, Curry und Kurkuma in einen Topf geben, aufkochen. Dann den Couscous einrühren und den Topf vom Herd nehmen. Abgedeckt 8 Minuten quellen lassen.

Zucchinistifte mit 1 EL Weißweinessig ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.

Kichererbsen in ein Sieb abgießen, unter fließendem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Petersilie und Minze waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Petersilie und Minze grob hacken.

Kichererbsen, Zucchinistifte und Couscous in einer großen Salatschüssel miteinander vermischen. Mit 1 EL Weißweinessig, Salz und Pfeffer abschmecken. Minze und Petersilie untermischen und den Salat lauwarm oder kalt servieren.

Mittwoch, 13. August 2014

Gut Kirschen essen! Auf der Spur der "Chriesi" in Zug/Schweiz

Da habe ich vor einigen Wochen (!) so großspurig angekündigt, dass ich euch demnächst mehr von meinem Schweiz-Trip, meinem Besuch in Zug und dem Geheimnis der Zuger Kirschtorte berichten werde, und was ist? Ich komme einfach nicht dazu, den Blogbeitrag zu schreiben! Aber jetzt habe ich es endlich geschafft und nehme euch mit auf eine Reise nach Zug, immer auf der Spur der "Chriesi"! "Chriesi" ist das schweizerdeutsche Wort für Kirsche. Das Schweizer Städtchen Zug und sein Umland sind für die Zuger Chriesi bekannt und berühmt. Und das habe ich mir Anfang Juni zusammen mit Mel, Toni und Bene, Kevin und Roman im Zuge einer Pressereise auf Einladung von Zug Tourismus mal näher angeschaut!

Und hier seht ihr auch schon ein Original Zuger Chriesi in meiner Hand. Gepflückt habe ich den Chriesi auf dem Hof Märcht der Familie Hotz in Baar, nicht weit von Zug entfernt.


Der Hof Märcht ist ein Familienbetrieb, auf dem wir zuerst von der Seniorchefin, Bernadette Hotz, mit einem Glas hausgemachtem Kirschsekt (natürlich aus eigenen Kirschen) empfangen und dann von Herrn Hotz über das Gelände geführt wurden. Außer Kirschen baut Familie Hotz auch noch Erdbeeren, Äpfel und Zwetschgen an und stellt aus den eigenen Früchten Konfitüren, Säfte, Schnäpse (wie den "Kirsch"), Sirupe, Pesto und vieles mehr her, was es dann im eigenen Hofladen zu kaufen gibt. Sogar die Kirschkerne werden hier noch weiterverwendet: Damit werden Kirschkernkissen befüllt.


Das Hauptanbauprodukt auf dem "Hotzenhof" sind aber Kirschen. Kirschen überall! Die frei stehenden Kirschbäume wie unten auf dem Foto sind zur Weiterverarbeitung für Konfitüren, Säfte und den "Kirsch" (-schnaps) gedacht. Die "Tafelkirschen", die pur gegessen werden, wachsen gut geschützt und in Reih und Glied unter Netzen. Gepflückt werden die Kirschen übrigens ausschließlich von Hand und es dauert 4 Jahre, bis ein frisch gepflanzter Kirschbaum das erste Mal geerntet werden kann. Nichts für Ungeduldige und den schnellen Profit also!


Nach dem Rundgang über die Kirschplantagen, auf denen die Familie Hotz jährlich 300-350 Tonnen Kirschen produziert, einem Blick in den Weinkeller mit den Holzfässern, in denen der selbst gebrannte Schnaps reift, und einer Führung durch die modernen Anlagen zum Kirschen entsteinen und entsaften, gab es ein so einfaches wie köstliches Mittagessen auf dem Hotzenhof: Der Chef des Hauses selbst stellte sich an den Grill und briet uns Chriesi-Würste, das sind wunderbar saftige Bratwürste mit getrockneten Kirschen.  Dazu gab es knackigen grünen Salat und geschwellte Kartoffeln mit Quark. Die Würste werden übrigens in einer Metzgerei in Zug hergestellt und die Kirschen für die Wurst liefert - natürlich - der Hotzenhof an den Metzger!


Zum Abschluss konnten wir noch der Seniorchefin Bernadette Hotz beim Einkochen der Kirschkonfitüre über die Schulter schauen. Ich koche ja auch oft Marmelade selbst ein, aber nicht in diesem Ausmaß. An manchen Tagen kocht Frau Hotz 800 Gläser Kirschkonfitüre pro Tag ein - eine beachtliche Menge, die im Hofladen aber reißenden Absatz findet. Kein Wunder, denn das Gläschen Kirschkonfitüre, das wir mit nach Hause nehmen durften, ist auch schon längst verspeist und hat uns sehr gut geschmeckt!


Dann hieß es auch schon Abschied nehmen vom Hotzenhof und seinen sympathischen Eigentümern. Weiter ging es zum Café Treichler in der Zuger Innenstadt. Das Café Treichler ist das Erfinderhaus der berühmten Zuger Kirschtorte, die 2015 ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Geführt wird das Café Treichler seit 2004 von den Brüdern Heini, die das Interieur des Cafés grundlegend modernisiert und in einer Ecke auch ein Museum für die Zuger Kirschtorte eingerichtet haben, um ihren Anspruch, das Erfinderhaus der Zuger Kirschtorte zu sein, auch zu verdeutlichen. Übrigens enthält die Kirschtorte, anders als ich es zunächst erwartet hatte, keine einzige ganze Kirsche, aber dafür reichlich Kirschwasser!


Bruno Heini, der zusammen mit seinem Bruder das Café Treichler in Zug sowie die Heini-Cafés in Luzern führt, erzählte uns alles über die Geschichte der Zuger Kirschtorte. Sie wurde 1915 von Heinrich Höhn erfunden, der die Markenrechte 1943 an Jacques Treichler übergab. Seit der Erfindung wird die Zuger Kirschtorte nur wenig verändert nach traditionellem Rezept hergestellt (nur der Alkoholgehalt hat sich mittlerweile deutlich erhöht!) und sie hat viele prominente Fans, wie z.B. Charlie Chaplin, Audrey Hepburn oder aktuell Papst Franziskus.


Nach dieser Einführung in die Geschichte ging es dann in die heiligen Hallen des Café Treichler - in die Backstube, nur wenige Schritte vom Caféhaus entfernt! Ein absolutes Highlight, denn hier lüftete der Konditormeister des Café Treichler nicht nur das Geheimnis der Zubereitung und führte uns Schritt für Schritt die Herstellung der Zuger Kirschtorte vor- nein, wir durften auch noch selbst Hand anlegen und unsere eigene Zuger Kirschtorte herstellen!

Los geht es mit dem Japonais-Boden. Das ist ein knuspriger Boden aus Mandeln, Eiweiß und Zucker, der die Grundlage und den Deckel der Zuger Kirschtorte bildet.


Der untere Japonais-Boden wird zunächst mit Buttercreme bestrichen.


Darauf wird ein Biskuitboden gesetzt, der mit 220ml Kirschlikör getränkt wird. Ja, richtig gelesen - 220ml Kirsch! Ihr könnt nun schon erahnen, wie alkoholisch die Torte schmecken wird....


Danach kommt zum Abschluss noch mal ein mit Buttercreme bestrichener Japonais-Boden auf den Biskuit, und die Torte wird rundherum mit Crème eingestrichen.


Dann wird der Rand noch mit gehackten Mandeln bestreut. Das alles unter den wachsamen Augen und klickenden Fotoapparaten der anwesenden Food-Blogger!


Damit ist die Zuger Kirschtorte fürs erste fertig und kommt nun für mehrere Stunden ins Kühlhaus.


Nach der Kühlzeit werden die Torten noch mit Puderschnee, also Puderzucker, der mit Stärke gemischt wurde, bestäubt und mit dem Messer (oder einem Rahmen) das typische Rautenmuster eingeprägt.


Jetzt noch in Folie und den Karton verpacken - fertig ist die Original Zuger Kirschtorte! Diese wird übrigens innerhalb der Schweiz auch mit der Post versendet und ist problemlos mehrere Tage haltbar. Alkohol konserviert eben ;-)


Und so sieht die fertige Zuger Kirschtorte aufgeschnitten und portioniert aus.


Besonders toll fand ich, dass wir hier selbst Hand anlegen durften und ich nachher meine eigene, selbst gemachte Zuger Kirschtorte mit nach Hause nehmen durfte. Geschmacklich war mir die Torte aber eindeutig zu alkohollastig! Da bevorzuge ich für die Kuchentafel doch eher den bewährten badischen Kirschplotzer ;-)


Und dann hieß es für uns leider auch schon Abschied nehmen von Zug, der Zuger Chriesi und dem schönen Zugersee. Per Bahn ging es zurück nach Zürich. Dort verabschiedete ich mich von meinen Mitreisenden und machte mich auf den Heimweg nach Karlsruhe.


Eine tolle, informative Reise ging mal wieder viel zu schnell vorbei. Danke Schweiz, schön und lecker war´s in Zürich und Zug! Und ich bereue es mittlerweile, dass ich diese Postkarte in Zug nicht gekauft habe - da steht doch quasi mein Name drauf, oder?!


Vielen Dank an Zürich Tourismus, Zug Tourismus und 25hours Hotels für die Einladung zu dieser Reise!

Sonntag, 10. August 2014

Gebackene Pfirsiche mit Rosmarin-Honig

Die Dessert-Rubrik ist auf meinem Blog eindeutig unterbesetzt. Dabei liebe ich Desserts! Besonders wenn sie fruchtig und nicht zu süß sind. So wie diese gebackenen Pfirsiche mit Rosmarin-Honig. Lauwarme, karamellisierte Pfirsiche mit einem Klecks kühler Mascarpone-Joghurt-Creme, beträufelt mit aromatischem Rosmarin-Honig .... mhmmmm! Herrlich! Das Rezept - mal wieder aus meiner Lieblingszeitschrift "So is(s)t Italien" - lässt sich übrigens auch prima auf dem Grill zubereiten. 


Gebackene Pfirsiche mit Rosmarin-Honig
(für 2 Portionen)

Zutaten:
2 reife Pfirsiche
2 EL Zucker
1 Stängel Rosmarin
3 EL Honig
100g Mascarpone
100g Naturjoghurt

Zubereitung:
Den Backofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Pfirsiche waschen, halbieren und den Stein entfernen. Zucker auf einen Teller streuen und die halbierten Pfirsiche mit der Schnittfläche hineindrücken. Herausnehmen, dann die Pfirsiche mit der Schnittfläche nach unten in eine heiße, ofenfeste Grillpfanne legen. Pfirsiche braten, bis sie Röststreifen haben. Dann die Pfirsiche wenden und mitsamt der Grillpfanne im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten backen, bis die Schnittflächen karamellisiert sind.

In der Zwischenzeit den Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Rosmarinnadeln mit dem Rücken eines großen Küchenmessers etwas andrücken. Honig in einen kleinen Topf geben und auf kleiner Flamme erhitzen. Rosmarin hineingeben und ziehen lassen.

Mascarpone und Joghurt in einer Schüssel miteinander verrühren. Pfirsiche aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen. Dann je zwei Pfirsichhälften auf einem Teller anrichten, einen großen Klecks Mascarpone-Joghurt in jede Pfirsichhälfte geben und mit dem Rosmarin-Honig beträufeln. Sofort servieren und genießen!